München, 27. Juni 2022. Der Stoff der "Teufel von Loudun" beruht auf historischen Tatsachen aus dem 17. Jahrhundert und wurde von Aldous Huxley, dem Autor der paradigmatischen Dystopie "Brave New World", 1952 zu einem essayistischen Roman verarbeitet. Es geht um den Priester Grandier, der beschuldigt wird, mit dem Teufel im Bunde zu stehen und die Nonnen des Ursulinenklosters von Loudun verhext zu haben. Bei dem Prozess, der Grandier gemacht wird und nach grausamer Folter zu dessen Verbrennung führt, spielt eine Rolle, dass er sich mit Richelieu angelegt hat. Intrige, Verleumdung, Aberglaube, Massenhysterie, Unzucht als Gotteslästerung, politischer Machtmissbrauch: man muss nicht lange nach der Aktualität des Stoffes fahnden, der starke Gemeinsamkeiten mit Arthur Millers im selben Jahrhundert spielender "Hexenjagd" aufweist und genau ein Jahr nach der Veröffentlichung von Huxleys Roman uraufgeführt wurde.